Entstehen der Akne-Erkrankung

Akne ist im westlichen Europa die am meisten verbreitete Hauterkrankung. Meistens beginnt sie mit der Pubertät, aber auch schon mit dem 10. Lebensjahr, und kann unterschiedlich lange andauern, bei manchen Menschen bis nach dem 30. Lebensjahr oder noch länger. Die Akne bzw. akneartigen Erkrankungen befallen überwiegend Gesicht, Dekolletée und Rücken. Der Schweregrad der Akneerkrankung ist genetisch bedingt, aber auch äußere Einflüsse wie Stress, falsche Hautpflege, ungünstige Ernährung oder hormonelle Fehlregulationen können einen Akneschub auslösen. Darüber hinaus existieren verschiedene Formen der Erwachsenen-Akne, die sog. Rosazea (auch „Kupferrose“) oder periorale Dermatitis (im Volksmund als „Stewardessen-Erkrankung“ bezeichnet). Die Akne-Erkrankung ist psychisch sehr belastend - insbesondere für Jugendliche.

 

Der Beginn der Akne-Erkrankung ist eine Häufung von geschlossenen und offenen Mitessern (Komedomen). In der Pubertät kommt es bei Mädchen und Jungen unter dem Einfluss der männlichen Geschlechtshormone (Androgenen, Testosteron, Androstendion) zu einer gesteigerten Hautfettproduktion (Talg). Die fette, zu Akne neigende Haut verhornt an der Oberfläche stärker als normale oder trockene Haut. Dadurch kommt es auch zu einer Verengung der Talgdrüsen-Ausführungsgänge. Durch die zunehmende Produktion von Hautfett und die Verengung der Ausführungsgänge lässt sich das Hautfett in der Folge nur schwer ausscheiden und staut sich an. Treten diese Komedonen gehäuft auf, spricht man von einer Acne comedonica.

 

Die Komedonen können sich durch Besiedeln mit Hautbakterien (z.B. Propionibacterium acnes) in entzündliche Läsionen wandeln. Diese Bakterien setzen Enzyme, Entzündungsmediatoren und andere chemische Substanzen frei, welche dazu führen können, dass die Follikelwand aufgelöst wird. Zu diesem Zeitpunkt führt die Mischung aus abgestoßenen Hornmassen, Talg- und Bakterien zu einer Entzündung mit Rötung, Schwellung und Eiterbildung. Es entstehen gerötete Knötchen (Papeln und Pusteln), sogenannten Pickel. Diese Akneform wird als Acne papulo-pustulosa bezeichnet.

 

Die Entzündung kann sich auf das umgebende Gewebe ausbreiten. Es kommt zu größeren Knoten, die irgendwann platzen und anschließend mit bleibenden Narben verheilen. Diese Form der Akne nennt man Acne conglobata.